Auch in diesem Jahr hieß es an Palmsamstag in Dietershausen und Dassen wieder: Auf zum alljährlichen Osterputz! Die Jugendfeuerwehr Dietershausen übernimmt seit Jahren die Flurreinigungsaktion, die von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald initiiert wird.

Zwischen Kohlgrund und Dornhecke und zwischen Giebelrain und Loheland wurden die Straßengräben von Unrat und Abfall gereinigt. Erschreckend war wieder die Menge an Wohlstandsmüll, den unbedachte Mitbürger in der freien Feldflur entsorgten. In vielen Fällen scheint die Entsorgung direkt aus dem Autofenster zu erfolgen. Dabei steht ein aufwendiges öffentliches Müllentsorgungssystem zur Verfügung, das wohl aus Bequemlichkeit zum Nachteil der Umwelt nicht in Anspruch genommen wird. Besonders bedenklich ist die hohe Anzahl an gefundenen Spirituosenfläschchen an den Landesstraßen, die vom vorsätzlichen Genuss von Alkohol am Steuer zeugen. 

Wie in den Vorjahren kamen auch in 2019 wieder einige Müllsäcke mit Flaschen, Büchsen, Fast-Food-Verpackungen, Papier und Plastikverpackungen zusammen.

Der Dank gilt den jugendlichen Müllsammlern sowie dem Fahr- und Verpflegungsteam, das die Jugendfeuerwehr auch in diesem Jahr wieder unterstützte.

Die frostigen Temperaturen nahmen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Dietershausen wieder einmal zum Anlass, um den Notfall zu üben: Ein Kind ist auf dem noch zu dünnen Eis eingebrochen, kann sich aus eigener Kraft nicht mehr aus dem eiskalten Wasser retten und droht zu ertrinken.

 
Eisrettung auf einem zugefrorenen Weiher

 

Die Gefahr ist freilich nicht unbekannt und was im 19. Jahrhundert schon galt, ist heute aktueller denn je:

Gefroren hat es heuer
Noch gar kein festes Eis.
Das Büblein steht am Weiher
Und spricht so zu sich leis:
„Ich will es einmal wagen,
Das Eis, es muss doch tragen.“ –
Wer weiß?

Aufgrund der vielen Weiher rund um den Rhönort Dietershausen, kein unrealistisches Szenario. Auch die milderen Winter tragen dazu bei, dass sich keine tragende Eisschicht mehr bilden kann. Die Eisflächen sind daher grundsätzlich für das Betreten gesperrt.

Um trotzdem für den Fall der Fälle gewappnet zu sein, trainierten die Feuerwehrleute das Vorgehen und die Rettung. Denn nur wer sich mit dem Ernstfall beschäftigt und ständig übt, kann professionelle Hilfe leisten.

Die Feuerwehr Dietershausen übt den Notfall

Tipps der Feuerwehr zum Umgang mit dünnen Eisflächen auf Gewässern:

  • Nur freigegebene Eisflächen betreten!
  • Nehmt örtliche Warnhinweise ernst. Kindern müssen die Gefahren erklärt werden.
  • Vermeidet einsame Ausflüge auf das Eis – bei einem Unfall kann es sonst sein, dass niemand Hilfe leisten kann.
  • Wenn das Eis knistert und knackt, Risse aufweist oder schwallweise Wasser auf die Oberfläche tritt: nicht betreten! Wenn Du bereits auf dem Eis bist: Flach hinlegen, um das Gewicht auf eine größere Fläche zu verteilen, zum Ufer robben (möglichst wenig ruckartige Bewegungen).
  • Rufe im Unglücksfall sofort über den Notruf 112 Hilfe oder organisiere, dass jemand einen Notruf absetzt! Vor allem bei unübersichtlichem Gelände kann ein Einweiser an einer verabredeten Stelle die Anfahrt der Rettungskräfte erleichtern.
  • Vorsicht ist nicht nur bei fließendem Gewässer, verschneiter Oberfläche und bewachsenem Ufer geboten. Auch an Ein- und Ausflüssen kann die Eisdicke plötzlich abnehmen. Vor allem an dunklen Stellen kann das Eis zu dünn sein – hier droht Einbruchgefahr!

Dabei kann innerhalb weniger Minuten im rund vier Grad kaltem Wasser der Körper keine Muskelkontraktion mehr aufbringen und erschlafft. Eine eingebrochene Person geht damit rasch unter, oft bevor überhaupt die ersten Helfer eintreffen.

Tipps zum Verhalten im Unglücksfall:

  • Wer einbricht, sollte versuchen, sich vorsichtig am Eis festzuhalten oder darauf zu ziehen. Wenn das Eis weiter bricht, kann man sich mit Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer frei schlagen.
  • Helfer sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen: Eigensicherung beachten (Leinen/Schwimmweste/Rettungsring), nicht zu weit hinaus wagen.
  • Wer sich zum Helfen auf die Eisfläche begibt, sollte dafür eine Unterlage (Leiter, Bretter, Zaun, Hockeyschläger) verwenden, um das Gewicht zu verteilen. Die Hilfsmittel kann man der eingebrochenen Person zuschieben. Eine quer über die Einbruchstelle gelegte Unterlage oder Äste machen die Rettung leichter. Hilfreich können auch an Gewässern aufgehängte Rettungsringe sein.
  • Gerettete in warme Decken (Rettungsdecke) oder Jacken hüllen, vorsichtig erwärmen, nicht als “Hausmittel” mit Schnee abreiben.
  • Unterkühlten Personen keinen Alkohol geben, stattdessen möglichst warmen Tee reichen.
Hilfsmittel wie Rettungsringe, Äste oder Bretter können als erste Rettungsmittel eingesetzt werden 

 Einmal im Jahr laden die Jugendfeuerwehren der Gemeinde Künzell zu einem ganz besonderen Wochenende ein. So hieß es vom 8. bis 9. September wieder: „Einmal den Alltag einer Berufsfeuerwehr erleben!“ In 24 Stunden galt es stets einsatzbereit sein, denn eine „Alarmierung“ konnte den Tagesplan jederzeit ordentlich durcheinanderbringen.

 

Zur Abnahme der Leistungsspange trafen sich die Jugendfeuerwehren des Landkreises Fulda am Sonntag, den 23. September 2018 im Stadion in Fulda. Unter den knapp 200 Teilnehmern waren auch 18 Jungen und Mädchen aus den Jugendfeuerwehren Künzell-Bachrain, Dietershausen und Pilgerzell angetreten.

Als besonderes Highlight im Jahresplan der Jugendfeuerwehren stand auch in diesem Jahr wieder das Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr an. Vom 28. Juni bis 1. Juli 2018 waren daher alle Jugendfeuerwehren des Landkreises eingeladen, nach Hofbieber-Wiesen zu kommen. Insgesamt sind zirka 540 Jugendliche und Betreuer der Einladung gefolgt. Wie bereits in den Vorjahren nahmen wir, die Jugendfeuerwehren aus der Gemeinde Künzell, als gemeinsame Zeltlagergruppe mit 50 Mitgliedern teil.

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