Jugendfeuerwehr im Einsatz

Einmal im Jahr laden die Jugendfeuerwehren der Gemeinde Künzell zu einem ganz besonderen Wochenende ein. So hieß es vom 8. bis 9. September wieder: „Einmal den Alltag einer Berufsfeuerwehr erleben!“ In 24 Stunden galt es stets einsatzbereit sein, denn eine „Alarmierung“ konnte den Tagesplan jederzeit ordentlich durcheinanderbringen.

 

Verteilt auf die ‚Feuerwachen‘ Künzell-Bachrain, Dietershausen, Dirlos, Engelhelms und Pilgerzell bereiteten sich die insgesamt über 50 teilnehmenden Jugendlichen am Samstag auf die ersten Einsätze vor: Ausrüstung und Fahrzeuge wurden kontrolliert und übernommen, Ausrückeordnung sowie Fahrzeugeinteilung besprochen und die Standorte anschließend bei der „Leitstelle Künzell“ einsatzbereit gemeldet. Von dort wurden die „Einsätze“ koordiniert und protokolliert. Die Alarmierung der Jugendlichen erfolgte dabei anstatt über einen Funkmeldeempfänger per SMS.

 Der erste Einsatz ließ auch nicht lange auf sich warten: „F1 brennt Mülltonne“. Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung sind die ersten Fahrzeuge am Einsatzort und beginnen mit den Löscharbeiten. Kleinere Einsätze wie ein Mülltonnenbrand oder eine Ölspur absolvieren die Ortsteiljugendfeuerwehren allein. Bei größeren „Schadenslagen“ werden dann aber wie in der Realität weitere Rettungskräfte mitalarmiert. „Das fördert nicht nur Kameradschaft und Teamgeist unter den Jugendlichen, sondern dient auch dazu, ‚fremdes Gerät‘ kennen zu lernen. Und eins soll der Berufsfeuerwehrtag vor allem: Jede Menge Spaß machen!“ berichtet der Gemeindejugendfeuerwehrwart Markus Vogler. Dass dieses Konzept aufgeht, zeigt sich auch daran, dass der Berufsfeuerwehrtag bereits zum sechsten Mal auf Gemeindeebene stattfindet.

Bevor es zum gemeinsamen Mittagessen ging, stand noch ein Großeinsatz an. Angenommene Lage war der Brand des landwirtschaftlichen Anwesens am Loheland. Mehrere Personen wurden noch im Gebäude vermisst. Daher rückten alle Jugendfeuerwehren zur Einsatzstelle an und übernahmen Erkundung, Menschenrettung und Brandbekämpfung. Es galt einen Verletztensammelplatz einzurichten und die „Patienten“ fachgerecht zu versorgen. Insbesondere die Wasserversorgung stellte die Jugendlichen vor eine besondere Herausforderung, die sie mittels langer Wegestrecke lösten. Bei der Erkundung stellte sich zudem heraus, dass eine Person eingeklemmt war, so dass diese mittels Lufthebekissen befreit werden musste. Zum ursprünglichen Brandeinsatz mit Menschenrettung kam somit noch eine technische Hilfeleistung, so dass dieses Szenario den Jugendlichen ein breites Feuerwehrwissen abforderte. Der Bürgermeister der Gemeinde Künzell Timo Zentgraf, der zu den Zuschauern des „Einsatzes“ gehörte, lobte anschließend die Jugendlichen für ihr professionelles Auftreten und ihr „heißes Hobby“ in der Jugendfeuerwehr. Bei den Jugendwarten bedankte er sich für ihren Einsatz und Engagement bei der Durchführung des Berufsfeuerwehrtages.

 Ab dem Nachmittag bis zum nächsten Morgen standen noch weitere Einsatzszenarien wie beispielsweise ausgelöste Brandmeldeanlage, Tierrettung, Absturz eines Fallschirmspringers, Synkope nach Stromschlag, Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen und viele PKW-, Zimmer- oder Kellerbrände an. Der Berufsfeuerwehrtag ist dabei auch zur spielerischen Ausbildung gedacht: Neben Theorie, Taktik oder Knotenkunde stand bei einzelnen Wehren auch die 1. Hilfe auf dem Plan. So wurde beispielsweise die Wiederbelebung einer leblosen Person an einer Reanimationspuppe geübt. Wissen, das nicht nur im Feuerwehreinsatz, sondern auch im Alltag von größter Bedeutung ist.

Am Sonntagmorgen ging der Berufsfeuerwehrtag dann nach 24 ereignisreichen Stunden mit Ausbildung, gemeinsamen Kochen, DVD-Abend, verschiedener Gesellschaftsspiele, jeder Menge Spaß und der Übernachtung im Feuerwehrhaus, je unterbrochen durch verschiedenste Einsätze, zu Ende. Die Jugendwarte und Betreuer lobten dabei besonders die Motivation und Disziplin der zukünftigen Feuerwehrkräfte freuen sich gemeinsam mit ihnen auf den BF-Tag im nächsten Jahr.

Jugendfeuerwehr im Zeltlager

Als besonderes Highlight im Jahresplan der Jugendfeuerwehren stand auch in diesem Jahr wieder das Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr an. Vom 28. Juni bis 1. Juli 2018 waren daher alle Jugendfeuerwehren des Landkreises eingeladen, nach Hofbieber-Wiesen zu kommen. Insgesamt sind zirka 540 Jugendliche und Betreuer der Einladung gefolgt. Wie bereits in den Vorjahren nahmen wir, die Jugendfeuerwehren aus der Gemeinde Künzell, als gemeinsame Zeltlagergruppe mit 50 Mitgliedern teil.

Bei bestem Wetter erlebten wir an vier spannenden Tagen ein tolles Programm. Zunächst hieß es Zelte und Pavillons aufbauen, einrichten und ankommen.

 

Bei der Hitze musste dann natürlich gleich auch der große Strohballenpool in der Zeltlagermitte ausprobiert werden.

Am nächsten Morgen stand dann noch eine Dorfrallye, bei der die Jugendlichen den 2. Platz belegten, an. Weitere Highlights waren ein Kinoabend, eine Nachtwanderung und die obligatorischen Schwimmbadbesuche. Am Samstagvormittag wurden dann für alle Jugendlichen Workshops mit Themen wie Feldbogen schießen, Melkroboter besichtigen oder einen Kurzfilm drehen bis hin zu Atemschutz kennen lernen, technische Hilfeleistung bei einem Verkehrsunfall und Gefahrgutunfall-Training, angeboten. Abends stand dann noch ein ökumenischer Lagergottesdienst und später dann die Lagerdisco auf dem Programm.

Am Sonntag ging für uns nach einem gemeinsamen Lagerbrunch das Zeltlager 2018 zu Ende. Wir hatten an den vier Tagen nicht nur jede Menge Spaß, sondern wuchsen als Jugendfeuerwehren auch noch enger zusammen.

Jugendfeuerwehr erneut Gemeindesieger

Bei den diesjährigen Gemeindewettkämpfen belegt die Jugendfeuerwehr Dietershausen erneut den 1. Platz.

In vier anspruchsvollen Disziplinen konnten sich die jungen Brandschützer gegen die fünf anderen Jugendfeuerwehren der Gemeinde Künzell durchsetzen. Dazu musste ein Löschangriff nach FwDV 3 fehlerfrei durchgeführt werden. Anschließend ging es zu den Fragebögen, in denen truppweise Fragen zu Gesellschaft/Politik, Geschichte, Feuerwehrorganisation, Ausrüstung/Geräte & Anwendung, Löschmittel und Löschverfahren sowie Unfallverhütung beantwortet wurden.

Bei der Knoten-Aufgabe wurden 9 Knoten unter den Gruppenmitglieder gelost, die dann am Knotenbalken oder Geräten anzulegen waren. Als letzte Disziplin stand dann noch die Schnelligkeitsübung an, bei der eine 120m-lange C-Schlauchstrecke umdrehungsfrei und auf Zeit aufgebaut werden.

 

 

Wir gratulieren der Wettkampfmannschaft und den Ausbildern für den tollen Erfolg!

 

Gemeinschaftsübung der Feuerwehren Dietershausen und Dipperz

Einmal im Jahr steht bei der Freiwilligen Feuerwehr Dietershausen eine Gemeinschaftsübung mit der Nachbarwehr aus Dipperz auf dem Übungsplan. Insbesondere die Großschadenslagen der letzten Jahre machen deutlich, dass die über Kommunen hinweggreifende Zusammenarbeit immer wichtiger wird. Realität wurden sie für die Gemeinden Künzell und Dipperz beim Hochwassereinsatz oder den Sägewerksbränden, die zusammen bewältigt wurden.

 

Um also für große und kleine Einsätze vorbereitet zu sein, wurde am 24. Mai zu einem Werkstattbrand auf das Anwesen Klübersborn am Kohlgrund „alarmiert“. Im Szenario hatte das Feuer bereits auf das Wohngebäude übergegriffen, in dem noch 3 Personen vermisst wurden. Unverzüglich begann der Angriffstrupp des Löschfahrzeugs LF8/6 aus Dietershausen unter Atemschutz mit der Menschenrettung in der Werkstatt, während das Tanklöschfahrzeug aus Dipperz die Wasserversorgung sicherstellte und eine Riegelstellung aufbaute. Gleichzeitig betrat die Besatzung des zweiten Löschfahrzeugs LF 8/6 aus Dipperz auf der Rückseite das Wohngebäude, um die dort vermuteten übrigen Personen zu retten. Hier unterstützte das MTW mit dem TS-Anhänger der Dietershäuser Wehr in der Sicherstellung der Wasserversorgung aus den beiden Zisternen des Hofes. Die Verletzten konnten schnell gefunden und gerettet werden, so dass sich der Brandbekämpfung gewidmet wurde.

Die Wehrführer aus Dietershausen und Dipperz dankten den Kameraden für ihre Einsatzbereitschaft und zeigten in der Nachbesprechung die Besonderheiten des Übungsobjektes auf. Vor Ort machte sich auch der Gemeindebrandinspektor der Gemeinde Künzell ein Bild von der Einsatzübung und lobte die gute Zusammenarbeit.

Mit dieser Übung wurden nicht nur wichtige Informationen und Erfahrungen mit der herausfordernden Wasserversorgung der Einzelhöfe gewonnen, sondern es wurde auch der Umgang mit den anderen Fahrzeugen und Gerätschaften vermittelt. Der Übungsabend endete mit einem stärkenden Imbiss.

 

Jugendfeuerwehr im Kletterwald

Am Samstag, 28. April hieß es für die Jugendfeuerwehren aus Dietershausen und Pilgerzell: „Ab in den Kletterpark!“ Bei bestem Wetter ging es nach Steinau, denn der dortige Europa-Kletterwald gehört zu den größten und schönsten Hochseilgärten in Deutschland. Dabei sind die Parcours aber nichts für schwache Nerven. In bis zu 18 Metern Höhe wagten wir uns über wackelige Hängebrücken, Drahtseile und Seilrutschen, die jedem den nötigen Adrenalin-Kick gaben. Klettergurte und Helme gehören da natürlich zur notwendigen Ausrüstung. Das absolute Highlight war dann die Europaseilbahn, eine der längsten Seilrutschen in Europa. So erlebten wir einen aufregenden Tag und jede Menge Abenteuer.

  

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